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Hessenpokal-Aus gegen den FSV

9. Oktober 2019

Schade, schade, SG Barockstadt Fulda-Lehnerz: Der Hessenliga-Dritte ist im Hessenpokal-Achtelfinale gegen den Regionalligisten FSV Frankfurt und den früheren Borussentrainer Thomas Brendel trotz einer couragierten Leistung ausgeschieden. Das Team von Sedat Gören ließ vorne einfach zu viel liegen, am Ende setzte es gegen die cleveren Gäste eine 1:3 (0:1)-Heimniederlage.

Durchaus unglücklich war schon der Pausenrückstand für die Gastgeber: Nachdem die SGB in der Anfangsphase Frankfurt erst einmal kommen ließ, gehörten die folgenden 20 Minuten dem Team von Sedat Gören – einmal mehr war die Chancenverwertung jedoch ausbaufähig: Erst ging ein Schuss von Kevin Hillmann nur ans Außennetz (7.), dann stand Dominik Crljenec nach einer Ecke von Marcel Trägler am langen Pfosten vollkommen blank – sein Kopfball wurde jedoch für den schon geschlagenen Ex-Barockstädter Kenan Mujezinovic im FSV-Kasten noch von der Linie gekratzt (17.). Eine Trägler-Hereingabe wiederum konnte Frankfurts Linksverteidiger Lukas Wilton gerade noch vor dem einschussbereiten Dennis Müller klären (26.). „Eine der Chancen müssen wir einfach nutzen“, haderte SGB-Coach Sedat Gören, während Linksverteidiger Hillmann analysierte: „Wir haben gut dagegengehalten, aber uns hat die Kaltschnäuzigkeit gefehlt.“

Und der FSV? Das Team von Ex-Borussencoach Thomas Brendel war lange Zeit viel zu zahnlos und blieb in den ersten 30 Minuten ohne Schuss aufs Tor – stellte den Spielverlauf nach einer halben Stunde jedoch auf den Kopf: SGB-Keeper Aykut Bayar, der für Tobias Wolf im Kasten stand, konnte einen Schuss des früheren Borussen Denis Mangafic nicht festhalten, Muhamed Alawie sagte Danke und staubte ab (30.). „Das war die erste Chance, den Ball müssen wir einfach fangen“, monierte Gören. Die Gastgeber wirkten sichtlich geschockt und brauchten einige Minuten, um sich zu erholen, in der auch die SGB-Defensive alles andere als sattelfest wirkte. Verdient wäre der Ausgleich vor der Pause dennoch gewesen, Müllers Hereingabe fand jedoch keinen Abnehmer (40.), zudem wurde Träglers Schuss von Mujezinovic noch zur Ecke abgewehrt (43.).

Auch nach dem Seitenwechsel hatte die SGB die besseren Chancen: Patrick Broschke grätschte eine Trägler-Hereingabe nur knapp drüber (48.), dann hatte Broschke alle Zeit der Welt, sein Außenristschuss war jedoch völlig fehlplatziert (50.). „Den Ball muss er einfach mit der Innenseite ins lange Eck schieben“, kritisierte Gören. Der FSV wiederum probierte es immer wieder aus der Distanz, ein Aufsetzer von Steffen Straub hätte auch reingehen können (51.). Viel zu viel Platz hatte Straub aber nur kurz darauf, nachdem die Fuldaer den Ball nicht geklärt bekamen: Kevin Hillmann grätschte ins Leere, Straub hatte alle Zeit der Welt und schlenzte den Ball von rechts schön ins lange Eck (57.) – der Todesstoß für die Barockstädter. „Das Tor ist auch zu einfach gefallen“, meinte Hillmann. Der FSV war nun cleverer, kombinierte besser und zeigte sich spielfreudig: Mirco Born scheiterte nur knapp an Bayar (61.), Fabian Burdenski verfehlte den Kasten nur knapp (81.). Auf der Gegenseite schlichen sich bei den Gastgebern viel zu viele Fehlpässe ein, während die Frankfurter abgeklärt verteidigten beziehungsweise immer wieder noch ein Bein dazwischen bekamen.

Bis kurz vor Schluss Hillmann mit Jan-Niklas Jordan Doppelpass spielte und den Ball vors Tor brachte – Broschke hatte noch Zeit den Ball anzunehmen und dann aus acht Metern trocken rechts oben in den Knick zu setzen (89.) Nur noch 1:2. Die Hoffnung währte jedoch nicht lange, keine zwei Minuten später war Born nach einem langen Ball frei, Bayar kam noch raus, der Frankfurter Spielmacher hob den Ball jedoch gekonnt über den SGB-Keeper zur Entscheidung ins lange Eck (90.). „Danach müssen wir das einfach cleverer spielen, es sind immer noch fünf Minuten zu spielen. Frankfurt hatte ja Respekt und hat vor dem langen Ball mit neun Mann um den Strafraum gestanden“, meinte Hillmann.

„Unterm Strich hat uns einfach die Cleverness, die Abgezocktheit gefehlt. Das ist eben Regionalliga“, stellte Gören fest, der den Fokus jedoch ohnehin auf die Liga gelegt hatte. Auch für FSV-Coach Thomas Brendel hatte das Weiterkommen Priorität: „Natürlich haben wir Chancen zugelassen, in denen Fulda ein Tor hätte erzielen können, aber ich glaube, wir hatten die bessere Spielanlage, da ist das Weiterkommen nicht ganz unverdient. Fuldas Problem ist wie unseres: Sie machen zu wenig Tore in der Saison. Ob das Weiterkommen jetzt glücklich oder verdient ist, ist völlig egal.“

SG Barockstadt: Bayar – Fuß, Gröger, Sonnenberger, Hillmann – Crljenec (69. Breunung) – Müller (66. Jordan), Schaaf, Fließ (9. Pomnitz), Trägler – Broschke.

FSV Frankfurt: Mujezinovic – Kunert, Sabah (75. Djengoue), Nothnagel, Wilton – Burdenski, Azaouagh (90. Sejdovic) – Mangafic, Born, Straub (85. Weinhardt) – Alawie.

Schiedsrichter: Julius Martenstein (Cölbe)

Tore: 0:1 Muhamed Alawie (30.), 0:2 Steffen Straub (57.), 1:2 Patrick Broschke (89.), 1:3 Mirco Born (90.+1)

Zuschauer: 1000.

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