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Wir verpassen den Lucky Punch nach starker zweiter Hälfte

9. September 2025

So zäh und ereignisarm die erste Halbzeit am Bruchweg verlief, so unterhaltsam wurde es danach: Am Ende trennten wir uns mit 2:2 (0:0) von der U23 des FSV Mainz 05 und verbuchten den nächsten Punktgewinn, doch es war deutlich mehr drin am Samstag.

Ein bitteres 0:1 schnell weggesteckt, das Spiel auf links gedreht – und dann durch ein Eigentor hinten um den Lohn gebracht: Die zweite Halbzeit von uns bei den 05ern war eine Achterbahnfahrt, am Ende war das Remis maximal ärgerlich. Bis zum Ende hatten wir die besseren Chancen, auch Neuzugang Marvin Pourié stürmte in der Schlussphase mit. Ein weiterer Joker mit Arlind Iljazi tauchte gar in der Nachspielzeit nochmal frei am langen Pfosten auf, doch war etwas überrascht, der Winkel wurde zu spitz und die Chance war vertan. Der dritte Sieg in Folge – was es in der Regionalliga noch nie gab – wäre durchaus verdient gewesen für uns, die von einer lautstarken Fangruppe – unterstützt durch Anhänger aus Ludwigsburg – im Bruchwegstadion angepeitscht wurde.

„Wenn man es so betrachtet, sind es definitiv zwei Punkte zu wenig heute“, sagte Trainer Daniyel Cimen: „Es war schade, dass Mainz zumindest im letzten Drittel wenig investieren musste für zwei Tore, während wir klare Chancen für drei, vier Tore hatten“.

Am Ende einer zähen ersten Halbzeit, in der Moritz Dittmann die beste Chance vergab (36.), kamen wir besser ins Spiel und wollten nach dem Seitenwechsel daran anknüpfen. Stattdessen gab es aber einen Nackenschlag – wieder ein Elfmeter für den Gegner, wie schon oft in der Saison: Tim Korzuschek verstand nach dem Zweikampf mit Tim Müller die Welt nicht mehr, war seiner Ansicht nach zuerst am Ball. Doch mit zwei Siegen im Rücken steckten wir den 0:1-Rückstand bei den 05ern blitzschnell weg, ohne nachzudenken: Leon Pomnitz mit einem seiner Sahnetore mit dem linken Fuß in den Winkel (56.) und Korzuschek per Direktabnahme nach tollem Diagonalball von Dittmann (59.) hatten das Spiel wenige Minuten später gedreht.

Mit derselben, erfolgreichen Startelf wie zuletzt starteten wir am Bruchweg – also saß auch die neue Tor-Hoffnung Marvin Pourié erstmal auf der Bank. Stürmerkollege Moritz Reinhard hatte direkt vor dem Mainzer Elfmeter freistehend die beste Möglichkeit vergeben und traf den Ball mit links nicht ins leere Tor (48.). Im Gegenzug gab es den strittigen Strafstoß, und es sah nach einem bösen Nachmittag für die SGB aus. Unsere Reaktion war dann allerdings klasse, das 2:2 hintenraus umso bitterer: Kraft stieg mit König zum Kopfballduell hoch, der Ex-Mainzer war an alter Wirkungsstätte wohl entscheidend dran (74.). Die Möglichkeiten auf den Sieg waren danach zwar da, doch Pomnitz und Iljazi scheiterten an FSV-Keeper Gauer.

„Von der Art und Weise her sind wir weiter auf einem guten Weg“, schloss Cimen, dem die Art und Weise imponierte, wie seine Mannschaft auf die Rückschläge reagierte. „Insgesamt war die erste Halbzeit kein gutes Spiel, die zweite dann von uns wirklich sehr gut“. Der Elfmeter sei ärgerlich und „fragwürdig“ gewesen, dennoch musstem wir uns auch ankreiden, das Spiel nicht selbst entschieden zu haben

Mainz 05 II: Gauer; Schulz, Burger, Moreno Fell (84. Ugljanin), Malli (69. Tauer), Amann, Yamasaki (69. Valerio), Müller, Marincau (84. Derstroff), König, Veratschnig (69. Götze).

Barockstadt: Duda – Besso (46. Habermehl), Grösch, Frey – Kraft, Sarpei, Pomnitz (90.+2 Campman), Schmitt – Dittmann (78. Berger), Reinhard (78. Pourie), Korzuschek (89. Iljazi).

Schiedsrichter: Niklas Diehm (Straubenhardt)

Tore: 1:0 Korbinian Burger (51., Foulelfmeter), 1:1 Leon Pomnitz (56.), 1:2 Tim Korzuschek (59.), 2:2 Keanu Kraft (74., Eigentor)

Zuschauer: 668