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Vorfreude auf Flutlicht-Derby gegen Flieden

19. Oktober 2020

Nach dem Derby ist vor dem Derby: Der Hessenliga-Spielplan hat der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz nach dem Sieg in Hünfeld direkt das nächste Highlight beschert, am Mittwoch um 19 Uhr tritt die Gören-Elf in der Johannisau unter Flutlicht gegen Aufsteiger Buchonia Flieden an, der bisher schon einige Gegner ärgern konnte. Die Brust bei der SGB ist aber breiter denn je.

Selbst dem neutralen Zuschauer nötigte der Auftritt der SG Barockstadt in Hünfeld jede Menge Respekt ab: Der Spitzenreiter war spielstark, von Anfang bis Ende dominant und hätte leicht noch höher als 5:0 gewinnen können. Wenn es überhaupt ein Haar in der Suppe zu finden gab, dann die weiterhin ausbaufähige Chancenverwertung. „Das war ein rundum gelungener Auftritt“, betont auch SGB-Coach Sedat Gören, der seiner Mannschaft eine richtig gute Entwicklung attestiert: Im 4-1-4-1-System lässt die SGB momentan nur ganz wenig zu und stellt mit erst sechs Gegentreffern in zehn Spielen die mit Abstand beste Abwehr der Liga, offensiv hat bisher nur Dreieich (vor allem durch das 9:0 gegen Dietkirchen) mehr Tore erzielt.

Zwar hätten die Fuldaer alle Spiele noch deutlicher gestalten können, sechs Siege in Folge kommen jedoch nicht von ungefähr: „Wir haben uns gerade, was das Finden von Lösungen im letzten Spielfelddrittel betrifft, sehr verbessert. Wir spielen mittlerweile ruhiger und werden nicht hektisch, da haben wir uns definitiv weiterentwickelt“, freut sich Gören, der auch von der Teamchemie momentan restlos begeistert ist: „Der Zusammenhalt, die Geschlossenheit ist sehr gut, das spürt man in jedem Training.“ Auch Innenverteidiger Sebastian Sonnenberger spricht die Chancenverwertung an: „Die Krux im Fußball ist, wenn du die Chancen nicht machst, wird es schwierig. Aber was wir offensiv zeigen, ist wirklich gut. Da verzeiht man auch mal eine vergebene Chance und freut sich umso mehr, wenn dann der Groschen fällt“.

Nach dem ungefährdeten Derbysieg in Hünfeld ist für die SGB nun nachlegen angesagt – der Respekt vor der Fliedener Buchonia ist jedoch groß: „Das wird das nächste schwere Spiel: Flieden hat eine sehr robuste Mannschaft, ist gerade bei Standards sehr stark. Aber wir wollen trotzdem unser Spiel durchdrücken und dominant auftreten“, macht Gören klar, der letztmals auf den rotgesperrten Yves Böttler verzichten muss. Kevin Hillmann und Jemal Kassa fehlen weiterhin verletzt, Niklas Breunung steigt nach Krankheit wieder ins Training ein. Stürmer Dominik Rummel hatte bereits in Hünfeld sein Comeback gefeiert, stand direkt in der Startelf und machte auch gleich sein Tor.

Und auch Sonnenberger weiß, was mit Flieden auf die SGB zukommt: „Was sie in so ein Spiel mitbringen, ist jedem bewusst. Sie versuchen es mit Leidenschaft, Kampf, Einsatz, mannschaftlicher Geschlossenheit und Umschaltspiel. Aber wir wollen uns auf uns konzentrieren, das hat uns bisher stark gemacht“. Aus der Erfahrung heraus sei jedem klar, „dass die Gegner in den Derbys immer ein paar Prozente mehr geben, deswegen müssen wir auch 110 Prozent geben. Es ist ein Mittwochabendspiel und unter Flutlicht sowieso immer etwas Besonderes“. Und Kollege Dennis Müller fügt an: „Solche Spiele liegen uns einfach. Wenn wir die Robustheit von Flieden annehmen, bin ich sehr zuversichtlich“. Auch für die Partie gegen die Buchonen sind im Stadion 1000 Zuschauer zugelassen.

CSC Kassel – Barockstadt Fulda-Lehnerz II (Mittwoch; 19 Uhr)

Nach der Sandershausen-Absage absolvierte die SGB am Freitag eine Einheit, bevor Coach Florian Roth der Mannschaft wegen der hohen Belastung eine Pause bis Montag gönnte. Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen könnte sich zwar ständig ändern, aktuell geht die SGB aber davon aus, in Kassel spielen zu können – gegen eine „sehr erfahrene Truppe“, so Roth: „Da haben wir nix zu verlieren, ich freue mich drauf, mit den Jungs hinzufahren“. Allerdings wird es ein „kleiner, dezimierter Haufen“ werden, denn während die erste Mannschaft parallel daheim spielt, fehlen noch Hamed Noori, Maximilian Weisbäcker und Keanu Banh, Ronaldo Zenuni ist erkrankt und höchst fraglich. Der CSC, aktueller Tabellenzweiter und zuletzt mit einem 2:2 im Stadtduell bei Türkgücü, weicht am Mittwoch übrigens auf den Platz des BC Sport Kassel aus.

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