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Vaterfreuden und drei Punkte: Wir stoßen den Bock um

3. März 2026

Das war im Gegensatz zur Vorwoche ein rundum gelungener Fußball-Samstag für uns: Im Auswärtsspiel beim Bahlinger SC gab es mit dem 2:1 (2:0)-Sieg die ersten Punkte nach der Winterpause, und dass ohne Cheftrainer Daniyel Cimen, der aus familiären Gründen nicht dabei war.

Die Ausfälle waren schwerwiegend und sollten im Kollektiv aufgefangen werden: Top-Schütze Tim Korzuschek fällt mit einer Schulterverletzung monatelang aus, Leon Pomnitz musste wegen seiner fünften Gelben Karte zuschauen. Dazu fiel auch noch Cheftrainer Daniyel Cimen für die weite Reise an den Kaiserstuhl aus – aber aus erfreulichen Gründen. Er erwartete am Samstag die Geburt eines Kindes. Nach Abpfiff durfte er sich zumindest über den Sieg freuen – das Kind war zu diesem Zeitpunkt noch nicht soweit. „Aber es kann jeden Moment passieren“, hoffte auch Cimens Co-Trainer Marcel Niesner mit.

Er übernahm mit dem restlichen Trainerteam die Verantwortung und tauschte dreimal zum 0:2 gegen Schott Mainz. Neben Korzuschek und Pomnitz, die ausfielen, nahm Stürmer Marvin Pourié auf der Bank Platz. Dafür begannen Kevin Hillmann mit der Kapitänsbinde, Nicola Arcanjo Köhler auf der Zehn und Tobias Göbel im Sturm.

Die Partie begann mit einer guten Kopfballchance für den BSC (2.), danach gelang den Hausherren offensiv aber erstmal nicht mehr viel. Auf unserer Seite machte besonders Moritz Dittmann über links immer wieder Betrieb. Das Führungstor gelang derweil früh schon Roko Ivankovic, der aus zwölf Metern im Strafraum flach ins kurze Eck traf und zuvor schön von Köhler bedient wurde. Auch das 2:0 erarbeiteten wir uns noch vor der Pause: Ivankovic war entscheidend an einer hohen Balleroberung beteiligt, legte raus auf Sebastian Schmitt und der flankte mustergültig auf den Kopf von Hans Nunoo Sarpei (32.). „Das war in einer Phase, in der wir etwas tiefer standen“, analysierte Co-Trainer Niesner, der aber insgesamt eine sehr gute erste Hälfte seiner Föllschen Elf sah: „Wir wussten, dass Bahlingen, obwohl sie Letzter sind, eine gute Spielanlage hat und den Gegner auch mal kontrollieren kann. Wir wollten von Anfang an ein anderes Gesicht zeigen als letzte Woche und sofort in den Zweikämpfen da sein. Das ist uns gut gelungen, wir haben Ballgewinne provoziert und die Tore kaltschnäuzig gemacht“.

Im zweiten Durchgang versuchte Bahlingen dann mehr, doch es dauerte, bis es mal gefährlich wurde. Eher hätten wir das Spiel mit ein paar Kontergelegenheiten „killen“ können. Sebastian Schmitts Fernschuss mit links rauschte knapp drüber (50.) und hätte ein Tor verdient gehabt. Später wurde Schmitt dann von Samet Yilmaz, der in der Pause gekommen war, auf dem Weg zum Tor gefällt – der Schiri wertete das als Notbremse und wir waren fortan in Überzahl. „Auch mit zehn gegen elf kann ein Spiel immer nochmal dramatisch werden“, sagte Niesner: „Aber das lag diesmal nur an uns“. Denn Bahlingen kam per Elfmeter zum Anschlusstreffer, nachdem Joker Iljazi im Strafraum ungeschickt zu Werke ging. Doch auch die sechs Minuten Nachspielzeit brachten dem BSC dann nichts mehr Zählbares ein.

Lob bekamen auch die drei Neuen in der Startelf von Niesner: „Alle haben ihre Sache echt gut gemacht“. Tobi Göbel durfte ganz vorne ran und habe sich „extrem aufgerissen“ für die Mannschaft, Köhler hatte beim 1:0 seine Füße im Spiel und Kevin Hillmann trat nach Verkündung seiner Vertragsverlängerung routiniert auf.

Bahlingen: Klose; Zukaj, Tost, Scholl (60. Bux), Diakite (60. Shaqiri), Walz (46. Yilmaz), Wehrle (70. Schröder), Echner, Bauer (60. Herrmann), Schmidt, Pepic.

SG Barockstadt: Zapico – Kraft (81. Iljazi), Habermehl (85. Grösch), Frey, Hillmann – Ivankovic, Sarpei – Schmitt (81. Siebert), Köhler (72. Pourié), Dittmann – Göbel (72. Reinhard).

Schiedsrichter: Torben Huss (Beckingen)

Tore: 0:1 Roko Ivankovic (7.), 0:2 Hans Nunoo Sarpei (32.), 1:2 Hasan Pepic (87. Foulelfmeter)

Zuschauer: 725

Rote Karte: Samet Yilmaz (Bahlingen, 78.) – wegen Notbremse