Es hat nicht gereicht für etwas Zählbares zum Start: Wir unterlagen am Sonntag den Stuttgarter Kickers in einem intensiven Heimspiel mit 0:1 (0:0). Ein Elfmeter entschied die Partie vor über 1500 Zuschauern in der Johannisau. Die „Blauen“ als Mitfavorit der Fußball-Regionalliga Südwest waren insgesamt das etwas bessere Team.
Beide Mannschaften lieferten sich ein intensives und taktisch geprägtes Spiel, in dem die Gäste aus Stuttgart über weite Strecken mehr Spielkontrolle hatten. „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht gut, gerade mit dem Ball haben wir vieles vermissen lassen, was wir uns in der Vorbereitung aufgebaut hatten“, analysierte Trainer Daniyel Cimen nach dem Spiel. „Die Liga ist einfach nochmal etwas anderes. Aber immerhin haben wir es geschafft, bis zur Pause die Null zu halten.“ Tatsächlich fehlte es uns zunächst an Durchschlagskraft. Die Kickers hingegen standen defensiv stabil, nutzten aber ihre Ballbesitzphasen nicht konsequent genug. „Wir hatten in der ersten Hälfte guten Zugriff, aber haben aus unseren Möglichkeiten zu wenig gemacht“, erklärte Stuttgarts Trainer Marco Wildersinn. „Es war klar, dass es ein enges Spiel wird, in dem Kleinigkeiten entscheiden.“
Nach dem Seitenwechsel kam deutlich mehr Tempo in die Partie. Beide Mannschaften trafen je einmal das Aluminium – Wir durch Tim Korzuschek, Stuttgart kurz davor durch Oskar Hencke. Die Partie stand nun auf Messers Schneide, bis eine ungeschickte Aktion im Strafraum von Aaron Frey gegen Flamur Berisha den Gästen einen Foulelfmeter in der 65. Minute bescherte. David Tomic ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte souverän unten links zur Führung für die Kickers. Cimen ärgerte sich über den Gegentreffer: „Der Elfer war der Knackpunkt. Je länger das Spiel 0:0 steht, desto größer wären unsere Chancen geworden. Ich glaube nicht, dass Stuttgart dann noch das volle Risiko gegangen wäre. Leider hatten wir nur Halbchancen, und der Sieg ist nicht unverdient.“
In der Schlussphase warfen wir nochmal alles nach vorn, brachten frische Kräfte, kamen aber nicht mehr zwingend vor das Tor. Die Kickers verteidigten konzentriert und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. „Am Ende war es das erwartet schwere und zähe Spiel“, resümierte Wildersinn. „Defensiv war es ordentlich, aber im Spiel nach vorne haben wir noch Luft nach oben.“ Trotz der Niederlage zog Daniyel Cimen auch Positives aus dem Auftakt: „Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war gut. Ich hoffe, dass die Jungs damit jetzt in der Liga angekommen sind. Gegen Trier nächste Woche erwartet uns ein anderes Spiel – die spielen mit zwei Stürmern, haben extreme Kopfballstärke, das wird eine ganz andere Herausforderung gegen den Ball.“
Wir werden also weiter hart arbeiten müssen, um in der neuen Saison schnell Punkte zu sammeln – die Stuttgarter Kickers hingegen starten mit einem Auswärtssieg und einem Erfolgserlebnis in eine lange Saison.
Barockstadt: Duda – Iljazi, Besso, Frey, Schmitt (83. Stadler) – Arcanjo Köhler (89. Siebert), Korzuschek, Pomnitz – Berger (46. Hillmann), Reinhard (83. Habermehl), Dittmann (83. Göbel).
Stuttgarter K.: Dumrath – Udogu, Danquah, Petrovic, Borac – Tomic (84. Schwab), Zaiser (84. Blank), Kiefer – Hencke (62. Faß), Braig (61. Frauendorf), Berisha (75. Fundel).
Schiedsrichter: Veron Besiri (Trier)
Tor: 0:1 David Tomic (65., Foulelfmeter)
Zuschauer: 1580