Nach fünf Heimsiegen in Serie mussten wir uns zuhause wieder geschlagen worden: Der SGV Freiberg konnte am Samstag die Großaspacher Meisterschaft zwar nicht mehr vertagen – unter anderem fügte aber der Ex-Fuldaer Gal Grobelnik uns mit dem ersten Tor bei sommerlichen Temperaturen die 0:2 (0:1)-Niederlage zu.
Hintenraus waren in der Johannisau die Temperaturen hoch, und die Karten saßen bei Schiri Mika Forster etwas locker – vielleicht zu locker: Freibergs Tim Schmidt sah nach zwei oder womöglich drei Fouls im gesamten Spiel Gelb-Rot, als er Moritz Dittmann zehn Minuten vor Ende stoppte. Und in der Nachspielzeit erwischte es noch Joker Kevin Hillmann, der wegen Meckerns gar noch neben dem Rasen beim Warmmachen die erste Gelbe Karte gesehen hatte. Und die auch nur, weil er eine weitere diskutable Entscheidung vom Schiri kommentierte, der dabei zuvor Aaron Frey für einen Grätsch-Versuch verwarnt hatte. Hillman stand gerade sechs Minuten auf dem Feld, als er wieder runter musste.
Die SG Sonnenhof Großaspach feierte parallel den Titel – Freiberg beendete aber immerhin seine Negativ-Serie und stoppte gleichzeitig den Heimspiel-Lauf von uns. Nicola Köhler und Tobias Göbel hatten Abschlüsse, doch es fehlte zunächst noch die Präzision. Auf der anderen Seite köpfte Freibergs Lokaj nach Freistoß ein, hier hatten wir Glück, dass Abseits gepfiffen wurde (17.), denn das war zumindest knapp. Die größte Chance hatte Köhler dann nach knapp 33 Minuten, der Offensivmann wurde im letzten Moment noch im Strafraum geblockt, während Hans Nunoo Sarpei im Gegenzug hinten bei einer ähnlichen Szene zur Stelle war.
Es ging weiter hin und her, Kapitän Leon Pomnitz scheiterte per Flachschuss an SGV-Keeper Eljuga (41.). Im Anschluss machte der Gast das Spiel schnell, Engel war auf links durch und bediente Grobelnik, den in der Mitte alle aus dem Auge verloren hatten, zur Führung des Tabellenzweiten (42.). Von diesem Gegentor konnten wir uns in der Kabine erholen, kamen wieder agil heraus und starteten offensiv in den zweiten Durchgang. Immer wieder ging es über den agilen Dittmann nach vorne, der bei seinen Abschlüssen knapp verzog, geblockt wurde oder am Torhüter scheiterte. Doch die Gäste präsentierten sich auch deutlich stabiler als bei den Niederlagen zuletzt. Wir riskierten hintenraus in Überzahl mehr, doch waren hinten dann anfällig. Iljazi verhinderte mit einer klasse Grätsche auf der Linie noch das 0:2 gegen Valpoort (90.), in der Nachspielzeit – und nach Hillmanns Platzverweis – traf dann Zie zur Entscheidung.
„Heute hat man dann den Unterschied gesehen: Freiberg hatte sich noch nicht aufgegeben und hat in der Offensive die Aktionen konsequenter und mit Qualität zu Ende gespielt. Wir hatten auch Möglichkeiten, aber haben es heute nicht geschafft. Gerade mit Ball sind wir nicht ganz an die Leistungen der letzten Wochen herangekommen, und so müssen wir die Niederlage gegen einen guten Gegner akzeptieren“, sagte Fuldas Trainer Daniyel Cimen nach Abpfiff. In der Liga bleiben nun noch zwei Spiele, um es „wieder besser zu machen“. Kommende Woche unter anderem beim Meister Großaspach…
Barockstadt: Zapico – Kraft (86. Hillmann), Habermehl, Frey, Schmitt (75. Reinhard) – Sarpei, Ivankovic – Dittmann, Pomnitz, Köhler (65. Iljazi) – Göbel.
Freiberg: Eljuga; Bradara (81. Ojiekhai), Engel (77. Ballo), Polauke, Laupheimer, Lokaj (77. Selitaj), Köhl (77. Pietzsch), Schmid, Zie, Grobelnik (56. Valpoort), Hetemaj.
Schiedsrichter: Mika Forster (Kraichtal)
Tore: 0:1 Gal Grobelnik (42.), 0:2 Matt-Brahan Zie (90.+3)
Zuschauer: 1043
Gelb-Rote Karten: Tim Schmidt (Freiberg, 80.), Kevin Hillmann (Barockstadt, 90.+2)