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SGB empfängt zum Topduell Hessen Kassel

2. Mai 2019

Freitagabend, Flutlicht, hochkarätiger Gegner: Der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz steht wenige Wochen vor Saisonende in der Hessenliga nochmal ein echtes Highlight ins Haus, wenn am Freitag (18.30 Uhr) der KSV Hessen Kassel in die Johannisau kommt. Nur allzu gerne möchte die SGB den Löwen im Kampf um Platz zwei ein Bein stellen, weiß aber auch, dass das aktuell formstärkste Team zu Gast ist.

Vor der Saison hatten nicht wenige auf dem Zettel, dass dieses Spiel für beide Teams noch richtungsweisend für den Kampf um die vorderen Plätze sein könnte. Das gilt zum heutigen Zeitpunkt nur für ein Team, denn Kassel reist als Tabellenzweiter zum Fünften. Außerdem ist es das letzte Saisonheimspiel der SG Barockstadt im Fuldaer Stadion, zudem kehren die Ex-Borussen Ingmar Merle und Sebastian Schmeer in die Johannisau zurück. Die bevorstehende Partie bringt viele Geschichten mit sich – und dürfte der Leckerbissen werden, den sich viele erhoffen. Denn: „Wir können spielerisch mithalten und zeigen, dass wir da sind“, stellt SGB-Coach Sedat Gören klar, der hofft, dass der große Name des Gegners einige Zuschauer ins Stadion lockt: „Es sind nicht viele Spiele drumherum und es wird ein hoffentlich attraktives Hessenliga-Spiel von beiden Seiten“.

Auch Mittelfeldspieler Dennis Müller rechnet mit einer guten Partie und weiß um die Besonderheit, wenn das Flutlicht angeht: „Das ist nochmal eine ganz andere Atmosphäre. Wenn Kassel zu uns ins Stadion kommt, ist das immer etwas Besonderes. Sie werden viele Auswärtsfans mitbringen, hoffentlich wird es auch hier in der Region gut angenommen“, hofft Müller auf eine entsprechende Kulisse.

An das Hinspiel kann sich Trainer Gören noch gut erinnern – beim 1:4 in Kassel verkaufte sich die SGB deutlich besser, als es das Ergebnis verrät, wobei Merle die Partie mit einem seiner gefürchteten Freistöße entschied. „Wir haben dort eine Top-Leistung gezeigt, aber unglücklich verloren“, spricht Gören die vielen Aluminiumtreffer an. Letztlich stand es 5:3 in dieser Statistik für die Osthessen. „Ein reguläres Tor ist aberkannt worden und wir hatten noch Möglichkeiten, in Führung zu gehen“, sagt der Coach, der aus dem ersten Aufeinandertreffen dennoch mitgenommen hat, „dass es eine gute Werbung war“. Demnach rechnet sich Gören auch am Freitag durchaus Chancen aus, warnt aber auch vor der Qualität der Löwen: „Sie sind sehr standardstark, regionalligaerfahren und haben mit Mahir Saglik noch den Unterschied-Spieler geholt. Man sieht, wo sie hinwollen“. Dennoch treffen zwei Teams aufeinander, die Fußball spielen wollen – und nach dem guten Auftritt gegen Gießen und dem Sieg gegen Alzenau wollen die Barockstädter zuhause jetzt auch Kassel ein Bein stellen. „Sie haben individuell gute Spieler, aber sind auch ein gutes Team. Wir müssen von der ersten Minute konzentriert sein, kompakt stehen und versuchen, diesmal unsere Chancen zu nutzen“, fordert Müller.

Auf Seiten des Gegners ist die Euphorie vom Ostermontag derweil etwas verflogen, auf das 3:1 beim Rekordversuch gegen Baunatal folgte jüngst das 2:2 gegen einen starken SV Hadamar. Dennoch: Die Löwen wollen ihren zweiten Rang bis zum Saisonende verteidigen, um in die Aufstiegsrunde einzuziehen. Auf die Unterstützung ihrer Fans können die Nordhessen dabei auch in Fulda wieder bauen. Beim Derby gegen den KSV Baunatal wurden vor dem Auestadion Motto-Shirts verkauft, alle Fans wurden aufgefordert, in rot in die Barockstadt zu reisen.

Helfen würde der SGB unterdessen ein Einsatz der Stürmer, allerdings steht sowohl hinter Christopher Bieber als auch hinter Dominik Rummel noch ein Fragezeichen. „Sie sind in Behandlung, so ganz 100-prozentig ist es nicht“, meint Gören, der abwarten will, aber hinterherschiebt: „Im Moment sieht es nicht so gut aus“. Dennoch duellieren sich am Freitag mit der SG Barockstadt der Dritte der Rückrundentabelle und mit Kassel der Erste, zudem sind die Löwen das formstärkste Team der Liga und holten aus den vergangenen zehn Partien 26 Punkte. Die Herausforderung für die Gören-Elf ist also groß. Die Chance, ein Signal im Hinblick auf die kommende Saison zu setzen und eine Regionalliga-Truppe zu ärgern, aber ebenso.

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