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Schaaf: „Es gibt keine Ausreden“

1. November 2019

Alle Diskussionen abschütteln und sich aufs Sportliche konzentrieren – das wollen die Fußballer der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, die am Samstag (17 Uhr) beim Aufsteiger TuS Dietkirchen nach sechs Spielen ohne Sieg den Bock umstoßen und wieder zurück in die Erfolgsspur wollen.

Fokus, Konzentration, Einstellung – Begriffe wie diese verwendet SGB-Coach Sedat Gören und versichert: „Alles ist auf Dietkirchen vorprogrammiert. Wir sind ganz ruhig und haben super trainiert“. Ruhig war es zuletzt allerdings nicht neben dem Platz: Beiratsmitglied Dr. Wolfgang Dippel haute nach der Niederlage gegen Kassel auf den Tisch – Gören stand direkt daneben und hörte die Wutrede mit an. Wie die harten Worte bei ihm ankommen? „Das lässt mich kalt“, stellt der Trainer klar, der nur einen Unterschied zu den so erfolgreichen ersten Saisonwochen sieht: „Wir machen Fehler, das ist Kopfsache. Der eine oder andere ist etwas außer Form, aber das ist im Fußball ganz normal“. Dazu ein paar Sonntagsschüsse und starke Keeper auf der anderen Seite und schon steht die Serie von mittlerweile sechs Ligaspielen ohne Sieg.

Genau diese Fehler will aber auch die Mannschaft abstellen: „Manchmal sind es eben Kleinigkeiten, aber wir wissen, was wir können. Wir müssen uns aufs Wesentliche konzentrieren und dürfen nicht so sehr schauen, was links und rechts passiert“, betont Kapitän Patrick Schaaf, der fordert: „Wir müssen uns darauf konzentrieren, Gegentore zu vermeiden. Aber nicht nur die Abwehr, sondern jeder. Wenn wir mal wieder zu null spielen, bin ich mir auch sicher, dass wir unsere Spiele gewinnen können. Für ein, zwei Tore sind wir imemr gut, gerade Domi Rummel macht immer seine Tore, wenn er spielt.“

Von Nebenkriegsschauplätzen ablenken lassen wollen sich Spieler und Trainer nicht, stattdessen soll mit einem Sieg in Dietkirchen der Negativlauf gestoppt werden. „Wir konzentrieren uns aufs Sportliche und wissen, was wir können. Seitdem wir zusammenarbeiten, ging es nur nach oben“, merkt Gören an, der die Schwächephase mit den englischen Wochen sowie den Ausfällen erklärt. Spielmacher Andre Fließ wird auch in dieser Woche noch fehlen, Julian Pecks ohnehin auch. Bei Kevin Hillmann steht noch ein MRT-Termin aus, Patrick Broschke hingegen konnte wieder trainieren – zwar mit leichten Schmerzen, aber ohne abbrechen zu müssen. „Egal, wer spielt: Wir haben immer elf Leute auf dem Platz stehen, die den Anspruch haben, Hessenliga zu spielen. Diesem Anspruch muss jeder gerecht werden, da gibt es keine Ausreden“, betont Schaaf.

Allerdings ist Dietkirchen ein „unangenehmer Aufsteiger“, wie Gören weiß. Besonders auf dem heimischen Kunstrasenplatz, auf dem gespielt wird. „Sie haben bis auf Neuhof dort fast kein Spiel verloren und dadurch den Aufstieg geschafft“, betont Gören, der davon ausgeht, dass die Limburger die SGB-Krise ausnutzen wollen. Doch komme es, wie es wolle: „Das ist nicht relevant. Wir müssen zusehen, dass wir Spielkontrolle reinbekommen und dann werden wir auch gewinnen“, ist der Coach selbstbewusst. Schlechte Nachrichten in personeller Hinsicht gibt es auch für den TuS: Torwart Raphael Laux – mit Dritt- und Regionalligaerfahrung ausgestattet und auch noch Elfmeterschütze – wird nach seiner Roten Karte beim 2:3 in Griesheim wegen Notbremse in der Nachspielzeit gegen die SG Barockstadt fehlen.

Die SGB-Reserve muss am Sonntag um 14.30 Uhr zum vor der Runde selbsternannten Titelfavoriten – und hat aktuell sogar mehr Punkte auf dem Konto als die 03er. „Für uns sind das Bonusspiele vor der Winterpause“, läutet Barockstadt-Coach Marco Lohsse die kommenden Wochen ein, in denen es noch gegen Hünfeld und Sand geht. Trotz momentan zwei Punkten Vorsprung auf CSC weiß die SGB aber um die Stärke der Nordhessen: „Wir spielen aktuell über den Erwartungen, Kassel darunter. Aber sie haben eine sehr ausgebuffte Mannschaft und sich extrem gut verstärkt. Wir müssen über uns hinauswachsen und versuchen, hohes Tempo zu spielen. Und wir dürfen keine Fehler machen, das nutzen sie brutal aus“, sagt Lohsse, der den Druck ganz klar auf Seiten der Hausherren sieht: „Wir haben nichts zu verlieren“. In der Vorsaison bekam die SGB-Zweite bei den 03ern mit 1:5 auf die Mütze. Lukas Hildenbrand ist noch angeschlagen und damit fraglich, Daniel Heil trainierte diese Woche wieder mit.

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