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Rummels Startelf-Debüt? – SGB muss nach Griesheim

29. März 2019

Endlich wieder zurück in die Erfolgsspur will die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz nach zuletzt zwei sieglosen Spielen in Folge: Am Samstag (15 Uhr) gastiert das Team von Sedat Gören bei der abstiegsbedrohten Viktoria aus Griesheim – und kann dabei wohl endlich wieder auf Leon Pomnitz und Patrick Schaaf zurückgreifen, dazu könnte Dominik Rummel sein Startelf-Debüt im SGB-Trikot feiern. Derweil kündigt Gören Umstrukturierungen im Bereich der zweiten Mannschaft an.

„Wir müssen die Leichtigkeit zurückfinden“, betont Barockstadt-Coach Sedat Gören, für den die zuletzt zwei sieglosen Spiele in Folge, aber auch das 0:1 zum Auftakt gegen Ederbergland nicht von Ungefähr kommen: „Ich habe schon vorher gewarnt, dass die Rückrunde ungemütlich werden kann, das bekommen wir aktuell auch zu spüren. Die anderen Mannschaften feuern auch alles rein, jeder will in der Liga bleiben. Das macht jedes Spiel schwer.“ Das gilt natürlich auch für das Gastspiel in Griesheim: Die Viktoria holte in fünf Spielen seit der Winterpause nur beim 3:0-Erfolg in Friedberg Punkte, kassierte aber auch vier Niederlagen und hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge – auch, weil Sturmtank Pascal Stork, der bei der 1:4-Niederlage im Hinspiel das vorübergehende 1:1 markiert hatte, nach einem Bruch der Kniescheibe seit Anfang Oktober verzichten muss.

Dennoch will die SG Barockstadt in Südhessen nun endlich die 40-Punkte-Marke knacken und sich im Vergleich zum 1:1 gegen Bad Vilbel wieder steigern: „Wir haben gegen eine tiefstehende Mannschaft fast nur auf ein Tor gespielt, aber nicht die besten Lösungen gefunden trotz einer Systemumstellung auf zwei Stürmer. Wir haben die Ruhe verloren, gegen so einen Gegner ist es natürlich schwierig, mit langen Bällen zu agieren“, analysiert Gören, der für das Griesheim-Spiel fordert: „Wir müssen wieder flüssiger spielen und besser in die Räume kommen. Wir müssen unser Spiel über 90 Minuten durchziehen, ruhig bleiben, uns in die Freiräume bewegen, das Spiel breit machen und über Außen spielen. Dann machen wir auch wieder unsere Tore.“

Gut für die SGB: Endlich hat Gören wieder mehr Optionen. Spielmacher Leon Pomnitz wird nach langer Verletzungspause erstmals wieder im Kader stehen, auch Kapitän Patrick Schaaf ist wieder eine Option. „Wenn Patrick grünes Licht gibt, spielt er auch. Da müssen wir noch das Abschlusstraining abwarten“, erklärt Gören, der allerdings auf Dominik Crljenec (Schlag auf die Wade) verzichten muss, dazu könnte Christopher Bieber (Muskelverhärtung) ebenfalls ausfallen – eine Entscheidung soll erst kurzfristig getroffen werden. Dominik Rummel, der zuletzt immer längere Einsatzzeiten bekam, könnte für ihn beginnen. „Er ist definitiv eine Option für die Startelf“, bekräftigt Gören, der auch Marcel Trägler ein Startelfmandat zutraut: „Marcel hat sich bei der Zweiten mit einer guten Leistung empfohlen“, verdeutlicht der Ex-Profi. Dass das für die anderen abgestellten Spieler – insgesamt fünf an der Zahl – gelte, bedeute das jedoch nicht automatisch ebenfalls: „Wir stellen Spieler nach unten ab, damit sie Spielpraxis sammeln und Leistung bringen. Aber Hessenliga ist nochmal eine andere Hausnummer, das muss man unterscheiden.“

Vielmehr soll hier ein Umdenken stattfinden und das Verbandsliga-Team zu einem U23-Team umgestaltet werden, verstärkt von zwei, drei erfahreneren Spielern: „Wir wollen künftig von unten nach oben auffüllen und nicht von oben nach unten. Wir wollen auf junge Spieler setzen und den Hessenliga-Kader verkleinern. Wir werden keine 24 Spieler mehr haben, sondern wollen die Wege für die Jugendspieler freimachen, damit sie auch ihre Chance bekommen“, betont Gören, der alle Spieler der zweiten Mannschaft auf dem Schirm habe und zuletzt Jan-Henrik Wolf seit zwei Wochen im Hessenligateam mittrainieren lässt: „Er hat letztes Jahr schon 18 Tore gemacht, aktuell auch schon wieder 14. Da kann sein, dass er dafür die Belohnung bekommt und im Kader steht.“

Der lange verletzte Torjäger Dominik Rummel wiederum ist einfach nur dankbar, dass er zuletzt dreimal in Folge auf dem Platz stehen konnte: „Es ist einfach schön, wieder ein paar Minuten spielen zu können. Es stand ja auf der Kippe, ob das überhaupt nochmal etwas wird.“ Dabei mache das operierte Sprunggelenk keine Probleme mehr, allerdings plagen den 25-Jährigen immer wieder mal muskuläre Probleme. „Der Körper braucht noch etwas Zeit, ich habe ja fast ein Jahr keinen Fußball gespielt. Das braucht noch etwas, aber wenn es so bleibt, ist es okay“, meint der frühere Frankfurter, der für das Spiel in Griesheim fordert: „Wir müssen gewinnen, egal wie. Aber am besten souverän, indem wir ein gutes Spiel machen. Ich bin da aber guter Dinge, auch weil Leon zurückkommt.“ Ob er schon am Samstag wieder in der Startelf steht, ist Rummel allerdings relativ egal: „Ich bin echt froh, dass wir das langsam angehen. Ich setze mich da auch nicht unter Druck. Wenn es nicht an diesem Samstag ist, dann eben nächste oder übernächste Woche.“

SGB-Reserve am Sonntag (15 Uhr) im Adlerhorst gefordert

Gerade erst hat die Barockstadt-Reserve die Tabellenspitze übernommen, da warten mit Weidenhausen, CSC Kassel und Vellmar drei Gegner, gegen die die Elf von Marco Lohsse in der Vorrunde gerade mal einen Punkt holte. „Wir haben gegen Weidenhausen zuhause verloren und dort oben ist es nie leicht zu spielen“, warnt Lohsse vor dem Tabellenzehnten, der mit sieben Punkten aus drei Spielen ebenfalls richtig gut aus den Startlöchern gekommen ist. „Weidenhausen hat mit Sören Gonnermann und Jan Gerbig zwei überragende Offensivleute. Da müssen wir hochkonzentriert ins Auswärtsspiel gehen und an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen“, fordert der SGB-Coach, der noch um den angeschlagenen Natnael Weldetnsae bangt. Erik Heinze wird erst einmal Spielpraxis in der dritten Mannschaft sammeln, über Verstärkung soll kurzfristig entschieden werden.

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