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Nur das Siegtor fehlt: Wir dominieren in Offenbach

1. Oktober 2025

Das soll was heißen: Für Pfiffe am Bieberer Berg sorgten wir am Dienstagabend nach dem Abpfiff: Denn nach zwischenzeitlichem Rückstand traten wir bei taumelnden Kickers aus Offenbach mutig auf, bestimmten die komplette zweite Halbzeit vor einer Kulisse von knapp über 5000 Zuschauern. Nur der Lohn blieb aus für uns, Offenbach hingegen war mit dem 1:1 (1:0) sehr gut bedient.

„Es fühlt sich nach zwei verlorenen Punkten an“, war die erste Reaktion von Trainer Daniyel Cimen nach einem guten Auftritt seiner Mannschaft: „Wir wollen die erste Halbzeit nicht außen vor lassen, wo wir zu einfache Ballverluste und hinten auch Glück hatten. Aber insgesamt hatten wir ein klares Chancenplus, und dann ist das ärgerlich, wenn du viel investierst, und wieder nur mit einem Punkt dastehst. Im Moment ziehen wir zu wenig Ertrag aus solchen Druckphasen“.

Obwohl Cimen kräftig rotierte, waren wir in der ersten Halbzeit gut drin im Spiel: Reinhard, Dittmann, Hillmann und Arcanjo Köhler standen für Kortzschek und Pourié sowie Campman und Schmitt in der Anfangself, letztere zwei standen wegen Blessuren vom vergangenen Spiel nicht im Kader. Beim OFC gab es ebenfalls drei Wechsel zur Niederlage in Sandhausen, unter anderem fehlte der länger verletzte Marc Wachs – es war Spiel eins nach der Trennung von Christian Hock als Geschäftsführer am Bieberer Berg.

Wir überstanden die ersten brenzligen Szenen, suchten dann aber selbst die Wege nach vorne: Keanu Kraft hatte nach einem Alleingang in den Strafraum die beste Chance, spitzelte den Ball aber rechts an Keeper Brinkies und am Tor vorbei (8.). Auf der anderen Seite hielt Samuel Zapico den einen oder anderen Ball, und guckte den Versuch von Ron Berlinski knapp am langen Pfosten vorbei (17.). Der OFC übernahm dann mehr und mehr die Kontrolle, wurde aber nicht wirklich zwingend. Wir kämpften uns mit einigen Standardsituationen in Folge zurück in die Partie, einen Abnehmer fanden die Hereingaben aber auch nicht.

Beim OFC räumte der Ex-Fuldaer Dominik Crljenec vieles ab, sein Mittelfeldpartner Jayson Breitenbach leitete dann die Riesenchance bis dato ein: Er schickte Berlinski, der nur den Pfosten traf, ehe Valdrin Mustafa den Abpraller am leeren Tor vorbeischoss (33.). Beide Teams suchten derweil schnell die Wege nach vorne, bei uns verstolperte Reinhard eine Kontergelegenheit – und das bestrafte Offenbach dann kurz vor der Pause: Es ging über rechts, Berlinski brachte den Ball rein, und Pietro Besso beförderte den Ball im Zweikampf am langen Pfosten mit Mustafa ins eigene Tor (41.). Unser Innenverteidiger hat wie so viele eine Vergangenheit beim Gegner und spielte bis zur U19 beim OFC.

Mit der Führung im Rücken kamen die Hausherren drückend aus der Kabine, Ünlücifci setzte den ersten Warnschuss (47.) – dann aber wollten wir dem Rückstand nicht mehr hinterherlaufen: Besso wurde vorne geblockt und holte eine Ecke raus, die zum 1:1 führte: Pomnitz flanke auf den langen Pfosten, wo Marius Grösch sträflich freistand und den Ball per Brust ins Tor bugsierte (54.) – ob gewollt oder zufällig.

Mindestens auf Augenhöhe waren wir, nicht erst nach dem Ausgleich, und hatten in Person von Reinhard die dicke Chance zur Führung – der Ex-Offenbacher scheiterte aber am klasse reagierenden Brinkies (63.) und machte danach Platz für Tobias Göbel, der ebenfalls am OFC-Schlussmann seinen Meister fand (71.).

Es wurde eine umkämpfte Schlussphase, in der wir aber weiterhin mehr Spielanteile hatten. Cimen wollte mehr, brachte Korzuschek und Pourié ins Spiel, und die Wechsel hatten deutlich mehr Einfluss aufs Spiel, als beim OFC. Wir gingen früh drauf und störten das Offenbacher Aufbauspiel. Hillmann durfte marschieren, zog dann aber mit dem schwächeren rechten Fuß ab (80.).

Offenbach kam kaum noch hinten raus, hatte womöglich noch etwas Glück, dass Marcos‘ Block mit dem Arm und Bahs Foulspiel an der Strafraumgrenze nicht zu Elfmetern führten, die wir forderten. Gerade die zweite Aktion gegen Korzuschek war diskussionswürdig: „Der erste Kontakt ist im Strafraum, der zweite dann außerhalb. Das ist dann Auslegungssache, wobei sich Offenbach nicht beschweren kann, wenn es den Elfmeter gibt“, haderte Cimen.

Nochmal war Brinkies gegen Sarpei zur Stelle (86.), Hillmann wurde geblockt (90.+2), und hinten rutschte Mustafa noch knapp am Lucky Punch für den OFC vorbei, der wahrlich nicht verdient gewesen wäre.

Offenbach: Brinkies; Rossmann (58. Borsum), Ünlücifci (58. Staude), Mustafa, Arh Cesen, Crljenec, Berlinski (78. Bah), Stellwagen (68. Skolik), Karada, Breitenbach, Marcos.

Barockstadt: Zapico – Besso, Grösch, Habermehl – Kraft, Köhler (76. Korzuschek), Sarpei, Pomnitz, Hillmann –Reinhard (63. Göbel), Dittmann (76. Pourié).

Schiedsrichter: Philipp Schlegel (Unterstadion)

Tore: 1:0 Pietro Besso (41., Eigentor), 1:1 Marius Grösch (54.)

Zuschauer: 5022