Dank einer enormen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit haben wir den Klassenerhalt so gut wie in der Tasche: Vor über 1200 Zuschauern setzte sich die Mannschaft von Daniyel Cimen im Flutlichtspiel am Freitagabend mit 3:1 (1:0) gegen den FC Bayern Alzenau durch.
Wir profitierten von einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit: Während die Gäste in der ersten Halbzeit noch die Spielkontrolle innehatten, nahm die Elf von Daniyel Cimen nach der Pause das Heft des Handelns in die Hand – und während wir im ersten Durchgang offensiv noch weitestgehend ungefährlich blieben, entschieden wir die Partie nun innerhalb von zehn Minuten. Nach etwa mehr als 50 Minuten leitete Nicola Arcanjo Köhler den Ball zu Tobias Göbel weiter, der wiederum mit nur einem Kontakt Moritz Dittmann bediente. Der Offensivspieler blieb frei vor Alzenaus Keeper Alessio Samarelli cool und stellte auf 2:0 (51.) – und weil Leon Pomnitz mit einem Traumtor nur wenig später nachlegte, war der Deckel nach einer Stunde auf der Partie: Nach einem Einwurf von der linken Seite hielt der Spielmacher aus halblinker Position per Volley einfach mal drauf, Samarelli bekam die Hände zu spät hoch und ließ den Ball durchrutschen – ein schönes Tor, allerdings unter gütiger Mithilfe des Gästekeepers (60.). „Wir kommen sehr gut aus der Halbzeit und haben dann das zweite Tor auch relativ schnell nachgelegt“, freute sich Cimen nach dem Abpfiff: „Das war eine richtig gute Phase von uns nach dem zweiten Tor. Wir waren präsent in den Zweikämpfen und haben das gerade im Spiel nach vorne gut gemacht.“
Der Auftritt in der ersten Halbzeit hatte dagegen wenig mit den hervorragenden Leistungen aus den letzten Wochen gemein – allerdings fiel auch den Gästen im Spiel nach vorne wenig bis gar nichts ein. Alzenau hatte zwar von Minute eins an etwas mehr Spielanteile, vor dem Tor von Justin Duda, der für den erkrankten Samuel Zapico zwischen die Pfosten gerückt war, passierte jedoch wenig. Die beste Gelegenheit der Gäste hatte Ahmet Aygül nach etwas mehr als 30 Minuten, sein Distanzschuss war jedoch kein Problem für den Keeper. Auf der anderen Seite hatte Nicola Arcanjo Köhler die beste Chance für uns, sein Versuch aus kurzer Distanz wurde aber geblockt. So dauerte es bis in die Schlussminuten des ersten Durchgangs, ehe Roko Ivankovic uns erlöste: Nach einem langen Ball auf die rechte Seite brachte Moritz Dittmann das Spielgerät flach in die Mitte, Alzenaus Keeper Samarelli streckte sich vergeblich – Ivankovic musste nur noch einschieben (43.). „Das Tor hat uns auf jeden Fall gut getan“, befand Cimen: „Man hat in der ersten Halbzeit deutlich gesehen, dass Alzenau eine gute Mannschaft hat, die du erstmal bespielen musst. Das ist uns in den ersten 45 Minuten nicht wirklich gelungen.“ Die Führung hatte sich nicht angedeutet, fiel jedoch zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt – und durch die schnellen Treffer von Dittmann und Pomnitz im zweiten Durchgang fuhren wir am Ende einen ungefährdeten Heimsieg ein, daran änderte auch der 1:3-Anschlusstreffer von Lukas Fecher in der Schlussphase nichts mehr (86.). „Auch wenn mich das Gegentor am Ende ärgert, die drei Punkte nehmen wir natürlich gerne mit und aufgrund der zweiten Halbzeit ist das auch auf jeden Fall verdient“, betonte der Coach abschließend.
Barockstadt: Duda; Iljazi, Frey, Habermehl, Kraft – Ivankovic, Sarpei (78. Banh) – Dittmann (70. Klein), Köhler (84. Siebert), Pomnitz (84. Grösch) – Göbel (78. Pourié)
Alzenau: Samarelli; Boutakhrit, Aygül, Sitter, Ferukoski, Brauburger, Pandza (76. Fecher), Garic, Nsandi, Samardzic, Wilke
Schiedsrichter: Jannis Jäschke (Nieder-Roden)
Tore: 1:0 Roko Ivankovic (43.), 2:0 Moritz Dittmann (51.), 3:0 Leon Pomnitz (60.), 3:1 Lukas Fecher (86.)
Zuschauer: 1285