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Kein Punkterekord für uns – Abschiede und Comebacks

19. Mai 2026

Wir haben kurz vor dem großen Pokalfinale einen eigenen neuen Punkterekord in der Fußball-Regionalliga Südwest verpasst: Das Heimspiel gegen den FSV Frankfurt, das von Verabschiedungen geprägt war, ging am Samstag mit 1:2 (1:0) verloren.

„Es war ein Spiel, wie es öfters am Saisonende läuft. Phasenweise haben beide mit offenem Visier gespielt. Der Punkt war uns dann heute leider nicht vergönnt. Aber der FSV hat auch seine Qualität gezeigt, sie stehen nicht umsonst auf Platz drei. Das wird uns aber nicht umwerfen – es war eine tolle Saison und eine Wahnsinns-Rückrunde“, sagte Coach Danyiel Cimen.

Zunächst stand das letzte Heimspiel der Saison ganz im Zeichen der Abschiede – wenngleich einige der Abgänger noch kommende Woche im Hessenpokalfinale auflaufen könnten. Cian Banh, David Siebert, Nicola Köhler, Marius Grösch, Justin Duda, Tim Korzuschek und Samuel Zapico wurden von den Verantwortlichen um Martin und Christian Geisendörfer, Volker Bagus, Volker Hilpert und Patrick Schaaf verabschiedet und vom Publikum mit Applaus bedacht. Torhüter „Zappi“ war der einzige, der von Beginn an auflief, während Korzuschek nach langer Verletzungspause in den Kader zurückkehrte. Außer im Tor wechselte Cimen noch zweimal in der Abwehr und brachte Hillmann und Frey für Iljazi und Besso neu in die Startelf.

Wir spielten eine erste Hälfte wie selten bisher in dieser Saison. Vor allem die Anfangsphase war spielerisch dominant von uns und hatten schon nach 35 Sekunden durch Keanu Kraft die erste Abschluss-Chance. Kraft war ohnehin Aktivposten, brachte viele gefährliche Flanken ins Zentrum und legte dann sogar einmal per Kopf auf Moritz Reinhard ab, der den Ball gut festmachte und bei Moritz Dittmanns früher Führung assistierte (7.). Das Tor verdienten wir uns mit viel Druck und Offensivdrang, Kraft selbst versuchte es nochmal mit dem linken Fuß und verzog nur knapp (19.). Für den FSV Frankfurt scheiterte Cas Peters zweimal an Zapico (5., 26.) – und Tim Görner hatte sich sein letztes Spiel als Coach der Bornheimer auch anders vorgestellt, schon Mitte der ersten Hälfte gab es den ersten Wechsel. Danach begann es zu regnen, und die Gäste kamen zumindest etwas besser rein ins Spiel.

Raus aus der Kabine kamen beide Teams dann wieder trocken und lieferten sich ein munteres letztes Saisonspiel, in dem Dittmann zunächst sein zehntes Saisontor verpasste (54.), ehe der FSV den verdienten Ausgleich erzielte, da der Druck immer größer wurde. Bei einer einstudierten Eckballvariante wurde der Ball durchgelassen, Iorga zog aus 15 Metern ab und Joker Itoi hielt den Kopf noch entscheidend rein (72.). Das musste auch Marius Grösch mit ansehen, der mittlerweile auf dem Platz stand und zum letzten Heimspiel nach seiner Einwechslung direkt die Kapitänsbinde von Leon Pomnitz bekam.

Ärgerlich war, dass zwei vermeintliche Elfmeterszenen im Anschluss nicht zum Strafstoß führten: Dittmann wurde womöglich gefoult, und in der Nachspielzeit gab es nochmal einen Hand-Aufschrei im FSV-Strafraum. Kurz zuvor hatte mit Hassan Mourad der zweite Frankfurter Joker getroffen und das Spiel – nicht unverdient – gedreht. Es war zumindest sportlich ein bitterer Abschluss der Regionalliga-Saison für uns, wobei wir uns nun auf das Hessenpokalfinale freuen. Freuen konnte sich auch Familie Grösch: Frau und Kind warteten am Spielfeldrand auf Marius Grösch, der per Auswechslung dann noch seinen persönlichen Abschied und ein Spalier von der Mannschaft bekam. Dafür kehrte Tim Korzuschek nach seiner Schulterverletzung aus dem Februar zurück und sammelte ein paar Minuten. Vielleicht reicht es ja im Pokalfinale auch für mehr…

Barockstadt: Zapico – Kraft (46. Iljazi), Habermehl, Frey, Hillmann (46. Schmitt) – Sarpei (62. Köhler), Ivankovic – Dittmann, Reinhard (62. Grösch, 90. Korzuschek), Pomnitz – Göbel.

FSV Frankfurt: Becker; Weißmann (67. Itoi), Kemper, Celik (23. Breir), Del Vecchio, Peters (67. Mourad), Gottwalt, Bukusu (81. Mc Donald), Hildmann (67. Eichhorn), Iorga, Bock.

Schiedsrichter: Tim Waldinger (Marburg)

Tore: 1:0 Moritz Dittmann (7.), 1:1 Takero Itoi (72.), 1:2 Hassan Mourad (88.)

Zuschauer: 1420