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Gören schwärmt vor Derby: „Patrick der beste Sechser der Liga“

22. Oktober 2020

Zwei Siege mit insgesamt 8:0 Toren sprangen aus den zwei Derbys innerhalb weniger Tage in der Fußball-Hessenliga für die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz bisher heraus – am Samstag (15 Uhr) soll im Stadion in der Johannisau gegen den SV Neuhof der dritte Derby-Streich in einer Woche und der achte Sieg in Serie folgen.

War der 5:0-Erfolg der SG Barockstadt in Hünfeld schon souverän, war der 3:0-Sieg am Mittwochabend im Stadion gegen Buchonia Flieden fast noch deutlicher: Hochkaräter hatten die Gäste nicht einen, stattdessen glänzte die SGB mit jeder Menge Ruhe im eigenen Spiel, suchte gegen einen teilweise sehr tiefstehenden Gegner geduldig die Lücke und fand diese dann durch Kapitän Patrick Schaaf auch. „Wir hatten fast 90 Prozent Ballbesitz, aber waren sehr flexibel. Wir sind nicht in die Falle gelockt worden, sondern haben das bravourös gelöst. Das war wieder ein Schritt nach vorne“, findet Barockstadt-Coach Sedat Gören mehr als zufrieden.

Einer, der definitiv Derby zu können scheint, ist Kapitän Patrick Schaaf: Vier seiner bisherigen fünf Saisontore erzielte der 31-Jährige gegen Hünfeld und Flieden und schnürte jeweils einen Doppelpack. Seinen Wert stellte der Ex-Gladbacher freilich auch schon in den Partien davor unter Beweis, ist defensivstark und kurbelt das Spiel nach vorne immer wieder an – so wie auch beim 1:0 gegen Flieden. „Patrick ist einfach ein top Fußballer, das merkt man in jeder Sekunde in Spiel und Training. Er ist ein Leader und momentan einfach der beste Sechser in der Hessenliga. An ihm kommt keiner vorbei“, schwärmt Gören.

Doch auch Rechtsverteidiger Benjamin Fuß hat sich ein Extralob verdient, nachdem er anfangs wegen seines Hausbaus nur bedingt trainieren konnte. „Benni hat sich reingekämpft und gute Leistungen abgerufen. Wir entscheiden im Trainerteam aber immer zugunsten der Mannschaft, berücksichtigen die Leistungen im Training und Spiel“, betont der 49-Jährige. Und auch Fuß selbst freut sich, wieder eine größere Rolle zu spielen als zuletzt: „Natürlich ist es sehr anstrengend, es gibt fast nur Arbeit, Hausbau und Fußball. Aber so ist Fußball: Man muss den Zeitpunkt abwarten, dann da sein und Leistung bringen. Das habe ich, denke ich, in den drei Spielen ganz ordentlich hinbekommen.“

Das Duell gegen seinen Ex-Klub SV Neuhof ist für den SGB-Coach zwar ein Spiel wie jedes andere, dennoch will der Spitzenreiter den achten Sieg in Folge einfahren und die Tabellenführung verteidigen. „Ich nehme jeden Gegner total ernst. Auch wenn Neuhof nicht mehr die Mannschaft ist, die es vor zwei Monaten im Pokal war, hat die Mannschaft gegen Griesheim eine wirklich tolle Leistung gebracht. Wir müssen einfach ruhig bleiben, unser Spiel durchbringen und die Punkte bei uns behalten“, macht Gören klar, der wieder auf Stürmer Yves Böttler nach Rotsperre zurückgreifen kann. In die gleiche Kerbe schlägt auch Rechtsverteidiger Fuß: „Neuhof ist zwar ein sehr unangenehmer Gegner, da weiß man nie so richtig, was einen erwartet. Aber wir wollen nachlegen. Und wenn wir unsere Leistung bringen, dann wird es schwer, uns zu schlagen.“

Johannesberg – Barockstadt Fulda-Lehnerz II (Sonntag; 15 Uhr)

Ins Stadtduell gehen beide Teams mit einem guten Gefühl: Entführte die SGB unter der Woche einen Punkt beim CSC, erkämpfte sich Johannesberg ein 3:1 in Vellmar und kratzt an der Spitzengruppe. „Was ich gesehen habe, war eine super Einstellung von meiner Mannschaft. Wenn die Einstellung wieder stimmt, bin ich sehr zuversichtlich“, war SGJ-Coach Zeljko Karamatic beim OSC sehr angetan vom Auftritt seines Teams und hofft auch gegen die Barockstädter darauf, dass sich sein Team belohnt. Ohnehin gewann die SGJ bisher vier von fünf Heimspielen. Eine starke Figur machte Niklas Zeller bei seinem Startelf-Comeback, er könnte auch gegen die SGB zum entscheidenden Protagonisten werden.

Barockstadt-Coach Florian Roth betont ebenfalls, „dass wir sehr positiv gestimmt sind und mit Selbstvertrauen nach Johannesberg fahren“. Bis auf Hamed Noori, der schon beim CSC fehlte, könne er personell aus dem Vollen schöpfen, weiß aber auch, „dass Johannesberg trotz aller Ausfälle eine unheimliche Qualität hat. Sie brauchen sich vor keinem zu verstecken und gehören zu den Top Drei. Aber wir haben keine Angst“.

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