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Erster Punktverlust bei Dietkirchen-Pleite

19. September 2020

Die Siegesserie zum Start in die Hessenliga ist gerissen, die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz kehrte vom TuS Dietkirchen mit leeren Händen zurück. Am Reckenforst gab es eine 0:2 (0:0)-Niederlage, nachdem die Gastgeber in Halbzeit zwei doppelt zugeschlagen hatten.

Nein, nicht Barockstadts Dennis Müller, sondern Marco Müller in den Reihen des TuS Dietkirchen war der entscheidende Mann. Mit seinem Doppelpack in der Schlussviertelstunde schockte er die SGB infolge eines Freistoßes samt Missverständnis in der Hintermannschaft zunächst per Kopf (74.) und legte wenig später durch einen Konter nach (77.). Was Barockstadt-Coach Sedat Gören besonders wurmte, war der Zustand des Rasens in Dietkirchen, der sehr uneben war: „Fußballspielen war da nicht möglich, sowas habe ich auf diesem Niveau auch noch nicht erlebt. Die Zweikämpfe, das waren alles Zufallsaktionen“. Entsprechend brauchte seine Mannschaft Zeit, sich daran zu gewöhnen, was bis zum Ende nicht 100-prozentig gelang. Den Weg über lange Bälle wollte die SGB nicht wählen, so machte es aber wiederum der TuS: „Planlos vom Torwart oder den Verteidigern nach vorne“, sah Gören die Angriffsversuche der Hausherren.

Halbzeit eins war eher ausgeglichen verlaufen, aus SGB-Sicht aber auch sehr zerfahren. Möglichkeiten gab es auf beiden Seiten, die dickste hatten Julian Pecks, der zunächst am Pfosten scheiterte, und Marius Löbig, der nachsetzte, doch der Ball konnte auf der Linie geklärt werden (36.). „Wenn man eine Spitzenmannschaft sein will, muss man da in Führung gehen“, ärgerte sich Gören über die Szene und einen nicht gegebenen Elfmeter, den Jan Vogel abseits davon noch hätte kriegen können. Pecks und Löbig waren gemeinsam mit Vogel gegenüber dem Steinbach-Spiel in die Startelf rotiert, der kränkelnde Leon Pomnitz und Tobias Göbel saßen draußen. Yves Böttler war nicht mit in Dietkirchen, sehr wohl aber Hüseyin Cakmak, der zuletzt noch Verbandsliga in der U23 spielte. Pomnitz hatte als Joker ebenfalls noch eine Chance auf die zwischenzeitliche Führung, doch es sollte nicht sein.

„Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine robuste Truppe, die gut verteidigt und dann mit langen Bällen das Spiel in unsere Hälfte verlagert hat“, bilanzierte derweil Kapitän Patrick Schaaf, der ebenfalls den Platz unter die Lupe nahm: „Der ist für die Hessenliga beschämend und sollte verboten werden, jeder Gruppenligist hat hier einen besseren Platz“. Eine Ausrede soll das aber nicht sein, „nur leider werden spielstarke Mannschaften somit ihrer Stärke beraubt und es ist natürlich ein krasser Heimvorteil“. Doch der Blick geht beim Kapitän und dem Rest der Truppe nun nach vorne, schließlich ist die Saison noch lang.

Dietkirchen: Laux; Nickmann, Rademacher, Hautzel, Kratz, Dankof, Zuckrigl, Müller, Stahl, Bergs, Schmitz.

Barockstadt: Wolf – Pecks, Gröger, Sonnenberger, Hillmann (63. Kassa) – Schaaf – Müller, Vogel (60. Pomnitz), Duran, Löbig – Trägler.

Schiedsrichter: Tobias Vogel (Unterliederbach)

Tore: 1:0 Marco Müller (74.), 2:0 Marco Müller (77.)

Zuschauer: 200.

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